B12-Laufstaffel

Weltweit 1. Vegane Ultramarathonstaffel B12

In der Zeit von 17.-19. Mai 2013 fand im Rahmen der Aktion „Laufen gegen Leiden“ ein 450 km langer Ultramarathonlauf entlang der Bundesstraße 12 statt.

32 vegane Ultramarathonläufer absolvierten Streckenabschnitte von jeweils 50 Kilometer in gleichstarken Gruppen und liefen somit vom bayrischen Lindau über Kempten, München, Passau bis Phillipsreut an der deutsch-tschechischen Grenze einen Staffellauf mit einer Gesamtdauer von 54 Stunden ohne Unterbrechung.

Der Hintergrund

Vegan lebende Menschen (insbesondere Sportler) sehen sich dem weit verbreiteten Vorurteil gegenüber, generell unter Mangelernährung zu leiden und demzufolge nicht zu sportlichen Höchstleistungen fähig zu sein.

Die 1. Vegane Ultramarathonstaffel B12 widerlegte dieses Vorurteil und stellte im Rahmen der Aktion die ethischen, gesundheitlichen und ökologischen Vorteile einer veganen Ernährung dar.

Jeder, der sich vegan ernährt, beschäftigt sich zwangsläufig eingehender mit dem Thema des Vitamins B12, da dieses stets im Fokus der Ernährungswissenschaftler und Kritiker der veganen Ernährung steht.

Das Wortspiel aus dem Namen der Bundesstraße und eben diesem Vitamin B12 gab dem Projekt eine spielerische Komponente. Dies erlaubte dem Projekt, die Vorurteile über vegane Ernährung mit einem Augenzwinkern zu entkräften, als 32 vegane Ultramarathonläufer auf dieser Strecke „trotz“ (oder gerade wegen?) ihrer veganen Ernährung eine außergewöhnliche sportliche Leistung im Rahmen der Staffel vollbrachten.

Die Fakten:

  • 32 vegane Läufer
  • 450 Kilometer
  • 4253 Höhenmeter
  • 54 Stunden nonstop
  • 9 Gruppen
  • 0 Verletzte

Kooperationspartner:

  • lifefood
  • Rohkostgalerie
  • Sea Shepherd Deutschland
  • Vegane Gesellschaft Deutschland
  • Vegetarierbund Deutschland
  • Bund für Vegane Lebensweise
  • PETA Deutschland

Resümee

Mark Hofmann: „Die weltweit 1. Vegane Ultramarathonstaffel B12 wurde ins Ziel getragen und ich habe einige Zeit damit verbracht, zu verstehen, dass das was ich über ein Jahr lang plante nun hinter mir liegt. Man erlaube mir, die Veranstaltung aus meiner Sicht zu rekapitulieren und meine Gedanken hierzu zu teilen:

Das Schönste und zugleich Wichtigste zuerst: es konnten alle (!) Läufer gesund und munter ihre Läufe beenden. Dies war mir stets das größte Anliegen und ich hatte während der Nachtläufe schlaflose Stunden vor Sorge um die Teilnehmenden.

Die 1. Vegane Ultramarathonstaffel B12 wurde also von der letzten Gruppe nach 54 Stunden und 6 Minuten ins Ziel getragen, der vegane Gedanken wurde von 32 gestarteten Teilnehmern über 450 Kilometer der Bundesstraße 12 entlang transportiert.

Der Sinn und Zweck dieser Veranstaltung war es, dem weit verbreiteten Vorurteil, sich vegan ernährende Menschen litten unter Mangelerscheinungen und wären nicht zu sportlichen Höchstleistungen fähig, ein gewichtiges Argument entgegenzusetzen. Dieses Ziel wurde erreicht!

Es ist mein Wunsch, dass diese Veranstaltung als Argument gegen solche Falschaussagen hergenommen werden kann. Jeder Läufer, jede Läuferin hat diesen Lauf geformt und ihn zu dem gemacht, was er war. Das Ergebnis nun gehört allen. Nutzt es!

Ich habe aus der Organisation dieser Veranstaltung vieles mitgenommen. Ich habe viele positive, motivierte und lebensbejahende Menschen kennengelernt, von denen ich hoffe, dass ich sie allesamt wiedersehen darf. Ich habe einen wunderbaren Lauf absolvieren dürfen, der härter war als ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte („Laufen, Gehen, Leiden“). Und ich durfte mit einer Gruppe unterwegs sein, welche mir eine völlig neue Sicht auf den Laufsport schenke.

Allerdings gab es auch kritische Situationen während der Durchführung der Staffel, welche aufgrund der Natur der Veranstaltung zu erwarten waren und aufgrund von Planungsfehlern entstanden sind. Ich werde diese als wichtige Lektionen mit in meine nächsten Veranstaltungen nehmen.

Ich widmete meine Vorbereitung und die Staffel an sich dem Gnadenhof Hof Butenland. Für diese, meine dritte Spendenaktion unter dem Namen „Laufen gegen Leiden“ sind am Ende als 3.055 Euro zusammengekommen, für die ich mich bei jedem einzelnen Spender und Unterstützer bedanken möchte. Vielen Dank!

Ich möchte mich an dieser Stelle ebenfalls ganz herzlich bei den fleissigen Helfern von Sea Shepherd Deutschland bedanken, die stets freundlich und hilfsbereit einen unglaublichen Dienst ablieferten. Neben den beiden Fahrer des Shuttlebusses gilt mein Dank (und – so bin ich sicher – auch der aller Teilnehmenden) besonders den beiden Fahrern des Versorgungstransporters, welche alles in allem circa 60 Stunden non-stop unterwegs waren, um uns permanent mit Versorgungsstationen dienlich sein zu können. Ihr seid härter als alle Läufer der Staffel zusammen! Vielen Dank erneut an Euch Vier!

Ein weiterer Dank gilt der Firma lifefood für die exklusive Versorgung mit ihren wunderbaren Lebensmitteln und der Unterstützung durch einen weiteren Transporter! lifefood hat nicht einen Moment gezögert als es darum ging die Ultrastaffel zu unterstützen und war seit der Zusage ein topmotivierter und spendabler Partner.

Die 1. Vegane Ultramarathonstaffel ist nun also Geschichte. Und zwar eine wunderbare. Ich freue mich so sehr über all die positive Rückmeldungen, wie auch über die konstruktive Kritik.

Als ich am Folgetag des Zieleinlaufs mit meiner Frau und meinem Sohn spazieren ging, da kam mir bereits die nächste Idee. Ich bin überzeugt davon, dass sie ebenfalls Anklang finden wird unter all den wunderbaren veganen Läufern, die ich bereits kennenlernen durfte.

Wie immer erfahrt Ihr mehr über Laufen gegen Leiden auf dieser Seite. Es würde mich freuen, wenn Ihr mir und meinen bescheidenen Aktionen die Treue halten würdet.“