Vegane Lauffeste

2. Veganes Lauffest gegen Leiden 2016

Das 2. Vegane Lauffest gegen Leiden am 15.5.2016 in München liegt nun leider hinter uns.

Es war ein schönes Gefühl, die Planungsphase endlich zurücklassen zu können und zu sehen, wie sich all die Vorbereitungen endlich auszahlen. Im Vergleich zum 1. Veganen Lauffest gegen Leiden im Jahr 2014 waren diesmal mehr Läufer am Start, es war (hoffentlich) mehr Komfort für die Teilnehmer zu verzeichnen (immerhin hatten wir nun Toiletten, ein Massage/Physio-Zelt und Umkleidezelte) und auch die Verpflegung war wohl ein voller Erfolg.
Zudem waren es deutlich mehr Anmeldungen als noch vor zwei Jahren: 147 Menschen wollten mit, neben und unter uns ein Zeichen setzen gegen Gewalt, Willkürlichkeit, Umweltzerstörung, Egoismus und den alltäglichen, zur Normalität gewordenen Terror, den Nicht-Veganer in derjenigen Form von Tier-, Menschen- und Umweltquälerei über den Planeten bringen, die jeder mit Augen und Ohren schon gesehen und gehört hat.

Und so kamen sie aus allen Winkeln der Bundesrepublik, aus Österreich und der Schweiz um das 2. Vegane Lauffest gegen Leiden zu feiern. Gemeinsam und unter sich. Ein Ruhepol in einer Welt, in der Veganer sich rechtfertigen müssen, und nicht die Schlächter, Folterknechte und ihre Auftragsgeber.

Auf einem 1,6 Kilometer (auch genannt: 1 Meile) wurden die Runden gedreht. Jeder Teilnehmer bekam eine Rundenkarte um seinen Hals gehängt und bekam nach jeder Runde ein Kreuz. Sobald alle Kreuze für die gebuchte Distanz erhalten waren, konnte die Rundenkarte gegen eine geprägte Laufen-gegen-Leiden-Medaille eingetauscht werden.
In Starterwellen ging es los. Am Anfang starteten die Läufer für 40 km (100er und 80er gab es dieses Mal keine (!) am Start), nach einer Stunde dann die 20 km Läufer, dann die 10er, dann die 5er, und so wurden die einzelnen Gruppen in Wellen auf die Strecke gelassen, so dass um die frühe Nachmittagszeit alle Läufer auf einmal auf dem Weg waren.

Nachdem 99% der Läufer im Ziel waren (ein großen Hoch auf das übrige Prozent, welches sich hart durchkämpfte und später auch noch ihren Triumph erfahren sollten) begannen wir mit einer Verlosung von kleinen Geschenken der Firma thoni mara, welche ja unsere Funktionsshirts auf ihren Webstühlen für uns strickt. Auch hier hatten wir viel Freude, es wurde viel gelacht: Ein Spiegelbild der Stimmung des gesamten Tages.

Zu der Zeit, als wir unser Gruppenfoto schossen, hatte sich leider schon die Mehrheit der Teilnehmer verabschiedet, so dass es nicht mehr zum ganz großen Bild kam. Aber angesichts des sehr wechselhaften und eher kalten Wetters soll das bitte niemandem zum Vorwurf gereicht werden.

Sehr herzlich bedanken wir uns bei allen, die etwas zum Gelingen dieses Fests beigetragen haben:

Danke an das Team von Erbils München für die wunderbare vegane Küche und ihre weit über München bekannten veganen Döner und mediterranen Speisen. Schön, dass Ihr die Nerven behalten habt bei den zwei, drei Stromausfällen.

Danke an das Team von IceDate – vegane Bio-Eismanufaktur dafür, dass wir das beste Eis der Welt (!) auf unserem Lauffest haben durften. Wir hoffen, sämtliche Sorgen ob des Wetters konnten zerstreut werden: Ihr ward ausverkauft.

Danke an die Jungs und Mädel von Sea Shepherd Deutschland für die tatkräftige Unterstützung beim Wegeschutz und Kreuze machen. Auf Euer Wort ist immer Verlass.

Danke an Christian von thoni mara für die Präsente, die wir verlosen konnten. Wir hören von unseren Läufern nur Gutes über Eure, unsere Shirts. Ihr produziert vegan, fair und in Deutschland, nicht nur deshalb könnten wir uns keinen besseren Partner für unsere Klamotten wünschen.

Danke an lifefood.de für die lifebars, von denen jeder Teilnehmer einen bekommen konnte.

Der größte Dank – wie könnte es anders sein – geht aber mal wieder an Euch alle, die Ihr Laufen gegen Leiden zu dem werden lasst, was es mittlerweile geworden ist: Deutschlands veganer Sportverein!

1. Veganes Lauffest gegen Leiden 2014

Mark Hofmann, damaliger Vereinsvorsitzender: „Laufen gegen Leiden lud alle veganen Läufer aus dem In- und Ausland ein, am Sonntag, den 18. Mai 2014, im wunderschönen Englischen Garten in München am „1. Veganen Lauffest gegen Leiden“ teilzunehmen.

Auf einem 2,5 km Rundkurs im südlichen Teil dieser Parkanlage (übrigens einer der weiträumigsten innerstädtischen der Welt) nahmen über 100 Läufer unterschiedlicher Leistungsniveaus gemeinsam an ein und demselben Laufevent teil. Hierbei wurden individuell Distanzen zwischen 5 und 100 Kilometer absolviert.

Wenn ich gefragt werde, was an der Organisation und Durchführung der veganen Ultrastaffel das Schönste war, dann muss ich sagen, es war die Zusammenkunft mit Gleichgesinnten. Sich ausschließlich mit anderen veganen Läufern zu umgeben, sich kennenzulernen und austauschen zu können, und so viele inspirierende Leute getroffen zu haben, war laut Eurer (und auch meiner) Empfindung nach das beeindruckendste Element der Veranstaltung. Schön war es wohl, musste aber aufgrund der Natur der Veranstaltung (Staffellauf) leider zu kurz kommen.

Beim „1. Veganen Lauffest gegen Leiden“ hingegen stand die Gemeinschaft im Vordergrund. Es wurden nun nicht mehr nur Läufer involviert, welche 50 km zu laufen imstande sind, sondern auch absolute Anfänger und die richtigen eisenharten Profis. Und da die Startzeiten so gelegt waren, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt alle gleichzeitig auf diesem relativ überschaubaren Rundkurs unterwegs waren, war für chaotischen Spaß während der Hochphase gesorgt.

Das 1. Vegane Lauffest gegen Leiden liegt nun hinter uns und es ist Zeit für ein paar zusammenfassende Worte.

Wenn man die Theorie des perfekten Kunden-Dienstleister-Verhältnisses bemühen würde, dann sollte ich als Veranstalter Euch eigentlich gar nicht mit profanem Hintergrundwissen zur Organisation belästigen. Ihr solltet einfach kommen, genießen und mit wunderbaren Erinnerungen und neuen Freundschaften wieder nach Hause fahren. Um meine Freude über dieses gelungene Fest aber gebührend kommunizieren zu können muss ich aber doch etwas weiter ausholen:

Dem Fest ging eine sehr umfangreiche und zum Teil recht herausfordernde Planung und Organisation voraus. Die Tatsache, dass der Lauf in einem Landschaftsschutzgebiet und dazu noch im Zentrum der Aufmerksamkeit der Münchner Besucher und aller Einheimischen stattfinden sollte, führte zu recht umfangreichen Diskussionen mit bayrischen Ämtern und Behörden. Details möchte ich nicht preisgeben, aber nehmt mich beim Wort, es war bisweilen recht intensiv.

Einen großen Dank möchte ich hierbei meiner Frau Katharina aussprechen, die in kritischen Momenten die richtigen Worte fand um – erstens – mich wieder zu beruhigen und – zweitens – Verträge zum Abschluss zu bringen , die ohne ihre Hilfe wohl nicht in dieser Form zustande gekommen wären.

Auch die Suche nach einer geeigneten Unterkunft, einem geeigneten Standort für die Läufer und die Stände war ein Projekt, welches mich geschlagene neun Monate beschäftigte. Waren es anfänglich Versäumnisse meinerseits, so kamen auch hier im Laufe der Zeit behördliche Bestimmungen und Kommunikationsfehler anderer hinzu, welche mich am Ende mit sage und schreibe acht verschiedenen Locations verhandeln ließen. Am Ende haben wir die nun bekannte Sportanlage Hirschanger bekommen können. Die perfekte Umgebung, wie ich finde.

Vielen Dank an den Platzwart Herrn Sonnberger, der sich bereit erklärte, die Anlage auch an einem Sonntag zu öffnen, zu betreuen und zu schließen, und somit einen seiner freien Tage für uns spendete.

Diesen kurzen Einblick vorausgesetzt möchte ich Euch nun sagen, welch große Freude es mir gemacht hat, Euch alle am Samstag und/oder am Sonntag begrüßen zu dürfen. Ich habe viele Gesichter gesehen, die ich aus dem Internet oder bereits von anderen Veranstaltungen kannte, oder mit denen ich in E-Mail Kontakt stand. Andere sah ich zum ersten Mal. Über beides freute ich mich gleichermaßen. Zudem hatten wir Läufer aus England, aus Slovenien, aus Spanien, aus Polen und das große Team Vegan.at aus Österreich. LgL wird zunehmend internationaler. Es ist enorm befriedigend, Laufen gegen Leiden derart wachsen zu sehen und all Eure positive Resonanz entgegennehmen zu dürfen. Ich möchte nicht sagen, dass mich dies für all den Organisationsaufwand (inklusive all der weiteren kleinen und großen Aufgaben wie Restaurantreservierung, Infobroschüren, Rundenkarten, Datenbankaktualisierungen, Kommunikation, Startunterlagen, etc.) entschädigt hätte, da mir all dies sehr wichtig war und es somit nichts zu entschädigen gibt. Wunderbar war es.

Ich möchte mich also bei Euch allen bedanken.

Für Euer Interesse an Laufen gegen Leiden an sich.

Für Euer Kommen, Eure Teilnahme und Eure Bereitschaft, das Lauffest so emotional anzunehmen wie es manche von Euch getan haben.

Für Euer Engagement, die Message durch das Land zu tragen.

Für Euch eben. Denn ohne Euch wäre all das, was ich hier versuche zu tun, völlig umsonst.

Vielen, vielen herzlichen Dank!

Danke auch an Justus, der ehrenamtlich und auf eigene Kosten als Sanitäter mit umfangreicher Ausrüstung anreiste um Euch im Falle eines Falles versorgen zu können. Zum Glück hatte er außer einem Pflaster und einem Eispack nichts zu tun.

Danke an Christian, der mir bei vielen der am Wochenende angefallenen ad-hoc Aufgaben half. Auch für das schöne Gespräch beim Ausschildern der Laufrunde, mein Guter.

Danke an Sea Shepherd Deutschland und all die hilfreichen Hände. Hier sei besonders Mike herausgehoben. Es ist mir immer eine große Freude, Dich als Ansprechpartner zu haben. Auf Dein Wort kann ich mich verlassen.

Danke an lifefood.de für die großartige Verpflegung. Ich könnte mir keinen besseren Partner für die LgL-Veranstaltungen vorstellen. Auf Euch kann ich mich immer verlassen. Danke!

Danke an Herrn Schedlbauer, der uns die Biertischgarnituren kostenfrei überließ, so dass ich der Spendenaktion einige hundert Euro Miete ersparen konnte. Auch der An- und Abtransport war für die Veranstaltung kostenfrei.“